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Überblick

IWC Aquatimer

Die IWC Aquatimer ist die Taucheruhr im Sortiment von IWC Schaffhausen und deckt damit den maritimen Anwendungsbereich innerhalb der sogenannten Professional Watches ab. Neben den Pilot's Watches für die Avionik und der Ingenieur für den technisch-wissenschaftlichen Bereich positioniert sich die Aquatimer als funktionales Instrument für den Einsatz unter Wasser. Alle aktuellen Modelle sind bis 30 Bar wasserdicht, was einer Tiefe von 300 Metern entspricht. Konstruktiv unterscheidet sich die Aquatimer von vielen anderen Taucheruhren durch einen mechanischen Außen-Innen-Drehring mit SafeDive-System, der anstelle einer konventionellen Lünette die Erfassung der Tauchzeit übernimmt.

Hintergrund und Entwicklung

Die erste Aquatimer erschien 1967 unter der Leitung von Hans Ernst Homberger, dem letzten privaten Eigentümer der Manufaktur. Dieses Ursprungsmodell bot eine Wasserdichtigkeit bis 20 Bar beziehungsweise 200 Meter und führte bereits den Außen-Innen-Drehring ein, der den Bedienkomfort einer äußeren Lünette mit der Sicherheit eines innenliegenden Drehrings verband.

In den 1980er-Jahren entstand in Zusammenarbeit mit Porsche Design die Ocean 2000, bei der IWC erstmals Titan als Gehäusematerial einsetzte. Der Werkstoff ist leichter und fester als Stahl, und in Kombination mit einem 3,7 mm dicken, gewölbten Saphirglas erreichte die Ocean 2000 eine Wasserdichtigkeit bis 2000 Meter. Das Modell wurde unter anderem von den Kampftauchern der deutschen Marine als Ausrüstungsgegenstand genutzt, was entsprechend strenge Anforderungen an Konstruktion und Zuverlässigkeit stellte.

Darüber hinaus engagiert sich IWC im Bereich Meeresschutz. An der spanischen Costa Brava unterstützt die Manufaktur die Wiederherstellung der Artenvielfalt, unter anderem durch die Wiederaufforstung der Seegrasart Posidonia oceanica, die pro Fläche rund 15-mal mehr CO₂ bindet als Amazonas-Regenwald.

Typische Merkmale der Kollektion

Das zentrale Konstruktionsmerkmal der Aquatimer ist der Außen-Innen-Drehring mit SafeDive-System. Die Tauchzeit wird über die außenliegende Lünette eingestellt, die den inneren Drehring bewegt. Das SafeDive-System erlaubt dabei nur eine Verstellung in eine Richtung, sodass die angezeigte Resttauchzeit nicht versehentlich verlängert werden kann.

Als Gehäusematerialien kommen Edelstahl und Titan zum Einsatz. Edelstahl wird durch zulegierte Elemente effektiv gegen Korrosion geschützt, während Titan aufgrund seiner eisenfreien Zusammensetzung und der sich bildenden Oxidschicht nochmals beständiger ist. Beide Materialien eignen sich damit für den regelmäßigen Kontakt mit Salz- und Süßwasser.

Die Zifferblätter sind auf schnelle Ablesbarkeit ausgelegt und auf die tauchrelevanten Informationen reduziert. Für die Ablesbarkeit bei Dunkelheit verwendet IWC Super-LumiNova, das durch starke Leuchtkraft und lange Nachleuchtdauer auch unter schlechten Sichtbedingungen funktioniert.

In der Dreizeigervariante arbeitet das Manufakturkaliber 32111 mit einer Gangreserve von 120 Stunden. Damit läuft die Uhr auch nach mehrtägigem Ablegen zuverlässig weiter. Die Chronographenvariante nutzt das Kaliber 89365 mit einer Gangreserve von 68 Stunden und ergänzt die Zeitanzeige um eine Stoppfunktion, die über drei Totalisatoren dargestellt wird.

Für den Einsatz beim Sättigungstauchen verfügen entsprechende Modelle über ein automatisches Heliumauslassventil. Beim Sättigungstauchen atmet der Taucher über Stunden oder Tage ein Helium-Sauerstoff-Gemisch namens Heliox. Die kleinen Heliummoleküle diffundieren dabei in das Gehäuseinnere. Ohne Ventil würde der aufgestaute Innendruck in der Dekompressionsphase das Uhrenglas herausdrücken. Das Heliumauslassventil leitet den Überdruck kontrolliert nach außen ab.

Alle Aquatimer-Modelle sind mit einem Schnellwechselsystem für Armbänder ausgestattet. Ohne Werkzeug lässt sich beispielsweise ein Edelstahlband gegen ein Kautschukband tauschen. Das Kautschukband bietet geringeres Gewicht, ist korrosionsbeständig und kratzunempfindlich, während das Stahlband eine robustere Anmutung hat.

Varianten und Unterschiede innerhalb der Reihe

Die Aquatimer Automatic bildet als Dreizeigermodell mit Datum auf der 3-Uhr-Position das Basismodell der Kollektion. Mit 42 mm Durchmesser und 14,1 mm Gehäusehöhe fällt sie kompakter aus als die Chronographenvariante. Das Manufakturkaliber 32111 liefert 120 Stunden Gangreserve. Das Zifferblatt wirkt durch den Verzicht auf zusätzliche Anzeigen aufgeräumt und übersichtlich.

Der Aquatimer Chronograph misst 44 mm im Durchmesser bei 17 mm Gehäusehöhe und ist damit spürbar präsenter am Handgelenk. Das Kaliber 89365 stellt neben der Zeitanzeige eine Stoppfunktion mit drei Totalisatoren bereit, die das Zifferblatt komplexer gestaltet und eine zusätzliche Möglichkeit bietet, Zeitspannen beim Tauchen oder im Alltag zu erfassen. Die Gangreserve liegt bei 68 Stunden.

Darüber hinaus existierten Varianten mit ewigem Kalender, bei denen eine der aufwändigsten uhrmacherischen Komplikationen in das Tauchergehäuse integriert wurde. Einen ausführlichen Praxisbericht zum Chronographenmodell findest du im Magazinbeitrag „IWC Aquatimer Chrono: Review eines extremen Divers".

Kauf- und Entscheidungshilfe

Die Wahl zwischen Aquatimer Automatic und Chronograph hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: dem gewünschten Funktionsumfang, der bevorzugten Gehäusegröße und der Zifferblattästhetik. Wer ein übersichtliches, puristisches Zifferblatt und die längere Gangreserve von 120 Stunden bevorzugt, findet in der Automatic die passende Variante. Der Chronograph bietet mit seiner Stoppfunktion ein Mehr an Funktionalität, bringt jedoch größere Dimensionen mit, die vor allem bei schmalen Handgelenken berücksichtigt werden sollten.

Die 42 mm der Automatic decken eine breite Spanne an Handgelenksgrößen ab, während die 44 mm des Chronographen für größere Handgelenke oder für den Wunsch nach deutlicher Präsenz am Arm ausgelegt sind. Grundsätzlich lohnt sich ein Anprobieren beider Größen, um Tragekomfort und Proportionen am eigenen Handgelenk einzuschätzen.

Zur Pflege genügt im Alltag ein Mikrofasertuch oder eine Reinigung unter fließendem Wasser mit etwas Spülmittel. Nach Kontakt mit Salzwasser sollte die Uhr gründlich abgespült werden, um korrosionsfördernde Salzrückstände zu entfernen. Bei regelmäßigem Einsatz im Wasser empfiehlt IWC eine jährliche Dichtigkeitsprüfung. Eine vollständige Revision ist je nach Nutzungsintensität alle fünf bis sieben Jahre sinnvoll.

Hinsichtlich der Wertentwicklung verhält sich die Aquatimer wie die meisten Uhren und gibt auf dem Gebrauchtmarkt zunächst im Preis nach. Vintage-Modelle und limitierte Auflagen, insbesondere solche mit einem Alter von mehr als 20 Jahren, können jedoch deutlich über dem ursprünglichen Neupreis gehandelt werden. Wer auf langfristigen Werterhalt achtet, sollte Originalbox, Verpackung und sämtliche Papiere aufbewahren.

Beratung und Service bei ALTHERR

Als autorisierter IWC-Fachhändler steht dir ALTHERR an den Standorten in Berlin und Hannover für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Beide Niederlassungen werden bei Google mit 5,0 Sternen bewertet. Das Verkaufsteam ist von IWC geschult und kann dich sowohl zur Modellwahl als auch zu technischen Details fundiert beraten. Du kannst die verschiedenen Aquatimer-Varianten direkt vor Ort anprobieren und die Unterschiede in Größe, Gewicht und Tragegefühl vergleichen. Beim Kauf erhältst du die internationale IWC-Garantie von zwei Jahren, die sich über das Programm „My IWC" kostenlos auf insgesamt acht Jahre verlängern lässt. Eine Beratung ist auch per E-Mail, WhatsApp oder Telefon möglich. Zusätzlich bieten dir unser YouTube-Kanal sowie unser Magazin professionell erstellte Inhalte zur Selbstrecherche.