

Die Longines HydroConquest ist eine Taucheruhrenkollektion mit 300 Metern Wasserdichtigkeit, die Longines innerhalb der sportlich ausgerichteten Conquest-Familie positioniert. Sie richtet sich an Träger, die eine robuste, tauchfähige Uhr suchen, die gleichzeitig als vielseitige Alltagsuhr funktioniert. Die aktuelle, 2026 grundlegend überarbeitete Generation konzentriert sich auf zwei Gehäusegrößen, sechs Farbkombinationen und ein von der ETA speziell für Longines entwickeltes Automatikkaliber mit 72 Stunden Gangreserve. Innerhalb des Longines-Portfolios nimmt die HydroConquest die Rolle der dezidierten Sporttaucheruhr ein und grenzt sich damit von den klassischeren Conquest-Modellen ab. Die neue HydroConquest haben wir in unserem Magazin vorgestellt.
Den Namen „Conquest" ließ Longines am 3. April 1954 beim Schweizerischen Register für geistiges Eigentum eintragen. Es war die erste Produktfamilie, die das seit 1832 bestehende Unternehmen mit einem eigenständigen Namen versah. Die ursprüngliche Conquest kombinierte ein Automatikwerk mit einem wasserdichten Gehäuse und Schutz gegen Magnetismus sowie Erschütterungen und bildete damit die Grundlage für die sportliche Seite der Marke.
2007 führte Longines die HydroConquest als eigenständige Erweiterung der Conquest-Linie ein. Das erste Modell, Referenz L3.742.4.56.6, war eine 41-Millimeter-Edelstahluhr mit Aluminium-Lünette, die auf Freizeittaucher und Träger mit Vorliebe für den robusten Tauchuhren-Stil zielte. In den folgenden Jahren wurde die Kollektion schrittweise weiterentwickelt: 2018 erhielten die 41- und 43-Millimeter-Modelle überarbeitete Zifferblätter und erstmals Keramik-Lünetten anstelle von Aluminium. 2020 kam mit der Referenz L3.781.4.06.6 die erste Variante mit grünem Zifferblatt und grüner Lünette hinzu, 2023 ergänzte eine GMT-Version mit Reisezeitfunktion die Familie. Das umfassende Update von 2026 brachte schließlich eine grundlegende Überarbeitung der gesamten Kollektion in Gehäusestruktur, Technik und Gestaltung. Unser Magazin bietet eine ausführliche Betrachtung der verschiedenen HydroConquest-Modelle und ihrer Entwicklung.
Die Gehäuse der aktuellen HydroConquest bestehen aus Edelstahl mit überwiegend gebürsteten und an ausgewählten Partien polierten Oberflächen. Verschraubter Gehäuseboden und verschraubte Krone sorgen gemeinsam mit der einseitig drehbaren Keramik-Lünette für die Wasserdichtigkeit von 30 bar, was rechnerisch 300 Metern Tauchtiefe entspricht und die Uhr für Gerätetauchen qualifiziert. Im Alltag bedeutet diese Druckfestigkeit, dass Schwimmen, Schnorcheln und Duschen dem Werk keinerlei Risiko bereiten.
Die Keramik-Lünette ist hart, kratzfest, farbstabil und hypoallergen, was sie von den früheren Aluminium-Einsätzen deutlich unterscheidet. Das Saphirglas ist beidseitig mit mehreren Schichten Antireflexbeschichtung versehen, um die Ablesbarkeit unter Wasser und bei seitlichem Lichteinfall zu verbessern. Gestalterisch hat Longines die bisher markanten, übergroßen arabischen Ziffern bei 12, 6 und 9 Uhr durch geometrische, aufgesetzte Indizes und runde Plots ersetzt, was dem Zifferblatt ein ruhigeres, ausgewogeneres Erscheinungsbild verleiht. Die Zifferblattoberflächen sind wahlweise lackiert oder mit einer frostigen Textur versehen.
Im Inneren arbeitet das Longines-exklusive Automatikkaliber L888.5, das auf der ETA-Architektur basiert und mit 25.200 Halbschwingungen pro Stunde (3,5 Hz) schwingt. Die gegenüber den bei Schweizer Automatikwerken häufigen 4 Hz abgesenkte Frequenz begünstigt eine Gangreserve von bis zu 72 Stunden. Diese drei Tage Gangautonomie erlauben es, die Uhr über ein Wochenende abzulegen, ohne sie am Montag neu stellen zu müssen. Ein wesentliches technisches Merkmal ist die Silizium-Spiralfeder, die nahezu unempfindlich gegenüber Magnetfeldern ist und die Anforderungen der ISO-Norm 764 um das Zehnfache übertrifft, was einer Resistenz von etwa 600 Gauß entspricht. Angesichts der alltäglichen Belastung durch Smartphones, Tablets und magnetische Verschlüsse ist das ein relevanter Vorteil für die Ganggenauigkeit. Das Werk verfügt über Sekundenstopp und lässt sich sowohl automatisch als auch von Hand aufziehen.
Beide Gehäusegrößen erreichen eine Bauhöhe von 11,7 Millimetern, womit die HydroConquest auch unter einer Hemdsmanschette unauffällig getragen werden kann – ein Vorteil gegenüber vielen Taucheruhren, die deutlich dicker ausfallen.
Die aktuelle Kollektion ist auf zwei Gehäusedurchmesser reduziert: 39 und 42 Millimeter. Das 42-Millimeter-Modell misst 51,2 Millimeter von Bandanstoß zu Bandanstoß bei einem Bandanstoß von 21 Millimetern, während die 39-Millimeter-Variante auf 48,1 Millimeter Horn-zu-Horn-Länge und einen Bandanstoß von 20 Millimetern kommt. Beide teilen die identische Bauhöhe von 11,7 Millimetern.
Die sechs Farbkombinationen unterscheiden sich über die Keramik-Lünetten und die zugehörigen Zifferblätter. Schwarze und schiefergraue Lünetten werden jeweils mit glänzend schwarzen Lackzifferblättern kombiniert, das für Longines typische Marineblau erhält ein farblich abgestimmtes Lackzifferblatt, und zwei intensivere Varianten in Grün sowie in einem Ton namens „Luminous Blue" ergänzen das Spektrum. Zusätzlich gibt es eine exklusive Edition, die nur in Longines-Boutiquen und im Onlineshop erhältlich ist und eine schwarze Lünette mit einem sonnenstrahlig gebürsteten eisblauen Zifferblatt kombiniert. Da jede Farbkombination in beiden Gehäusegrößen angeboten wird, entstehen insgesamt zwölf Standardreferenzen.
Bei den Armbändern stehen zwei Edelstahlvarianten zur Wahl. Das klassische H-Link-Band verfügt über eine doppelte Sicherheitsfaltschließe mit Mikroverstellung in vier Stufen. Das erstmals in der HydroConquest verfügbare Milanese-Meshband besteht aus einzelnen, entfernbaren Gliedern mit einer Faltschließe. Beide Bandtypen verjüngen sich zum Verschluss hin, und die Mikroverstellung ermöglicht eine passgenaue Einstellung bei wechselnden Temperaturen oder beim Tragen über einem Tauchanzug. Das Gewicht variiert je nach Kombination spürbar: Am H-Link-Band wiegt das 39-Millimeter-Modell rund 168 Gramm und das 42-Millimeter-Modell etwa 181 Gramm, während das Meshband das Gewicht auf circa 155 beziehungsweise 166 Gramm reduziert.
Neben den aktuellen Tauchermodellen umfasst die HydroConquest-Familie seit 2023 auch eine GMT-Variante mit Reisezeitfunktion, die sich gestalterisch vom klassischen 300-Meter-Tauchermodell unterscheidet. Einen detaillierten Überblick über die einzelnen Modelle und ihre Ausstattungsunterschiede bietet unser HydroConquest-Ratgeber.
Die HydroConquest eignet sich für Träger, die eine Uhr für Wassersport und Gerätetauchen benötigen und sie gleichzeitig als tägliche Uhr im beruflichen oder privaten Umfeld nutzen möchten. Die 300 Meter Wasserdichtigkeit, das kratzfeste Keramik-Material der Lünette und die 72 Stunden Gangreserve machen sie im Alltag unkompliziert. Die moderate Bauhöhe von 11,7 Millimetern sorgt dafür, dass sie trotz Taucheruhren-Charakter unter einem Ärmel nicht aufträgt.
Bei der Gehäusewahl ist die Horn-zu-Horn-Länge mindestens ebenso relevant wie der Durchmesser. Das 39-Millimeter-Modell mit seinen 48,1 Millimetern sitzt an schlankeren Handgelenken proportional stimmig, während das 42-Millimeter-Modell mit 51,2 Millimetern eher für mittlere bis größere Handgelenke geeignet ist. Wer die Uhr häufig über längere Zeit trägt, sollte das Meshband in Betracht ziehen, das je nach Gehäusegröße rund 13 bis 15 Gramm weniger wiegt als das H-Link-Band.
Die Silizium-Spiralfeder mit ihrer hohen Magnetfeldresistenz ist ein sachlicher Vorteil für alle, die ihre Uhr regelmäßig in der Nähe von Smartphones und Laptops tragen. Wer dagegen eine dressigere Sportuhr ohne Taucheruhren-Optik bevorzugt, findet innerhalb der Longines-Kollektion mit der klassischen Conquest eine Alternative. Träger mit häufigem Reisebedarf könnten die GMT-Variante der HydroConquest prüfen, die eine zweite Zeitzone anzeigt. Ob die HydroConquest im Vergleich zu anderen Taucheruhren ihres Preissegments die richtige Wahl ist, beleuchten wir in einem eigenen Beitrag.
Wenn du die HydroConquest vor dem Kauf am Handgelenk erleben möchtest, kannst du dich in den ALTHERR-Standorten in Berlin, Köln und Hannover persönlich beraten lassen. Longines wird an allen drei Standorten geführt, sodass du die verschiedenen Gehäusegrößen, Farbkombinationen und Armbandvarianten direkt vergleichen kannst. Die Kundenbewertungen bei Google spiegeln die Beratungsqualität wider: Der Standort Berlin wird mit 5,0 bewertet, Hannover ebenfalls mit 5,0 und Köln mit 4,8.
Falls du nicht in der Umgebung unserer Filialen leben solltest oder keine Lust auf eine lange Anreise hast, kannst du unsere Beratung auch per E-Mail, Telefon und WhatsApp nutzen. Zusätzlich bieten unser YouTube-Kanal und Magazin professionell erstellte Inhalte zur Selbstrecherche.
Longines gewährt auf mechanische Automatikuhren, die ab dem 1. Januar 2021 gekauft wurden, eine erweiterte Garantie von fünf Jahren. Da die aktuelle HydroConquest ausschließlich mit dem automatischen Kaliber L888.5 ausgestattet ist, fällt sie vollständig unter diese Regelung. Für Quarzuhren, Armbänder und Serviceleistungen gilt eine Standardgarantie von 24 Monaten.