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Überblick

Longines Legend Diver

Die Longines Legend Diver ist eine Taucheruhr mit einem Konstruktionsprinzip, das sie von den meisten Modellen ihrer Kategorie unterscheidet: Statt einer außen liegenden Drehlünette verwendet sie eine innenliegende, über eine eigene verschraubte Krone gesteuerte Tauchzeitanzeige. Daraus ergibt sich das charakteristische Erscheinungsbild mit zwei symmetrisch angeordneten Kronen auf der rechten Gehäuseseite. Die aktuellen Modelle sind nach ISO 6425 als Taucheruhren zertifiziert, die Kaliber der größeren Varianten tragen zusätzlich eine COSC-Chronometerprüfung. Die Kollektion ist in drei Gehäusegrößen erhältlich – 36 mm, 39 mm und 42 mm – und deckt damit ein breites Spektrum an Handgelenkgrößen und Tragevorlieben ab.

Hintergrund und Entwicklung

Longines begann bereits in den 1910er-Jahren mit der Fertigung wassergeschützter Uhren. 1936 stellte die Marke die erste innenliegende Drehlünette vor, ein Jahr später folgte ein patentiertes Gehäuse mit wassergeschützten Drückern für das Kaliber 13ZN. Die erste zivile Taucheruhr erschien 1958. Das unmittelbare Vorbild der heutigen Legend Diver ist die Super Compressor Diver Ref. 7042 von 1959, die ein 42-mm-Edelstahlgehäuse mit verschraubtem Boden, eine bidirektionale innenliegende Drehlünette mit 60-Minuten-Graduierung und das Automatikkaliber 19AS besaß. Die Wasserdichtigkeit lag bei 12 bar, entsprechend 120 Metern.

In den Folgejahren wurde das Konzept schrittweise ausgebaut. 1961 entstand die erste Version mit Doppelkrone, die Referenzen 7594 aus 1963 und 1965 erreichten 20 bar. 1968 folgte die Ultra-Chron Super-Compressor Diver mit einem Hochfrequenzwerk bei 36.000 Halbschwingungen pro Stunde und einer Druckfestigkeit bis 300 Meter. Für die Royal Australian Navy entstanden 1971 und 1972 Modelle mit 30 bar Wasserdichtigkeit.

Der moderne Relaunch erfolgte 2007 als Teil des Heritage-Programms. 2009 kam eine Datumsvariante hinzu, ab 2017 erweiterte Longines das Angebot um ein Milanese-Band und eine 36-mm-Version. 2023 erschien das aktuelle 39-mm-Modell mit 30 bar Wasserdichtigkeit und dem Kaliber L888.6. Eine genaue Übersicht über die Geschichte von Longines findest du in unserem Magazin

Typische Merkmale der Kollektion

Das auffälligste Konstruktionsmerkmal ist die Dual-Kronen-Architektur. Zwei verschraubte Kronen sitzen bei 2 und 4 Uhr: Die obere steuert die innenliegende, unidirektionale Taucherlünette, die untere dient zum Aufziehen und Einstellen der Uhrzeit. Da die Lünette unter dem gewölbten Saphirglas liegt und nur über die verschraubte Krone betätigt werden kann, ist ein versehentliches Verstellen der Tauchzeit im Wasser oder im Alltag ausgeschlossen. Diese Konstruktion war bereits bei der historischen Referenz von 1959 der entscheidende funktionale Vorteil gegenüber konventionellen Taucheruhren mit außen liegender Lünette.

Alle Gehäuse bestehen aus Edelstahl mit verschraubtem Boden. Die Gehäuseseiten sind gebürstet, die Oberseiten poliert. Das Basismaterial ist Edelstahl, ergänzt durch eine Variante mit schwarzer PVD-Beschichtung und ein Bronzemodell mit Titanboden. Bronze entwickelt im Lauf der Zeit eine individuelle Patina und verändert dadurch ihr Erscheinungsbild.

Das Saphirglas ist beidseitig mehrfach entspiegelt und gewölbt, sodass es sich über die innenliegende Lünette erstreckt und dem Zifferblatt eine spürbare optische Tiefe gibt. Zeiger und Indexe tragen Swiss Super-LumiNova für die Ablesbarkeit bei wenig Licht. Beim 39-mm-Modell kommt die Leuchtmasse in zwei Farben zum Einsatz – Grün und Blau –, was die Unterscheidung von Stunden- und Minutenzeiger im Dunkeln erleichtert. Die Zeiger selbst sind silberfarben poliert.

Die 39-mm- und 42-mm-Modelle verwenden das Longines-Kaliber L888.6, ein Automatikwerk mit 25.200 Halbschwingungen pro Stunde und einer Gangreserve von bis zu 72 Stunden. Die etwas niedrigere Frequenz gegenüber dem üblichen Industriestandard von 28.800 Halbschwingungen reduziert den Verschleiß der Hemmungsbauteile. Eine monokristalline Siliziumspirale sorgt für eine Magnetfeldresistenz, die den ISO-Referenzwert 764 um das Zehnfache übertrifft – das Werk bleibt gegenüber Alltagsquellen wie Smartphones oder Laptops weitgehend unempfindlich. Das Kaliber ist COSC-zertifiziert. Das 36-mm-Modell arbeitet mit dem Kaliber L529, das bei 28.800 Halbschwingungen pro Stunde taktet und 45 Stunden Gangreserve bietet.

Die Wasserdichtigkeit der 39-mm- und 42-mm-Modelle beträgt 30 bar, was 300 Metern Tauchtiefe entspricht und nach ISO 6425 zertifiziert ist. Das geschlossene System aus verschraubtem Boden, verschraubten Kronen und innenliegender Lünette bildet die konstruktive Grundlage dafür.

Varianten und Unterschiede innerhalb der Kollektion

Das 39-mm-Modell bildet seit 2023 den Kern der Kollektion und ist als universell tragbare Größe angelegt. Mit einem Lug-to-Lug-Maß von 47 mm und einem Bandanstoß von 20 mm eignet es sich für eine breite Palette von Handgelenkgrößen. Die Zifferblattfarben umfassen Schwarz, Weiß, Blau, Grün, Terrakotta und Anthrazitgrau, als Bandoptionen stehen Edelstahl, Leder und NATO-Band zur Wahl. Die Gehäusehöhe liegt bei 12,7 mm. Einen ausführlichen Überblick zu dieser Variante bietet der Magazinbeitrag „Longines Legend Diver Watch – Vintage trifft Moderne".

Das 42-mm-Modell steht in direkter gestalterischer Nähe zum historischen Original von 1959 und richtet sich mit einem Lug-to-Lug-Maß von rund 50 mm und einer Bandbreite von 22 mm an Träger, die eine deutlichere Präsenz am Handgelenk bevorzugen. Neben Edelstahl umfasst diese Größe Ausführungen in schwarzer PVD-Beschichtung mit Kautschukband sowie in Bronze mit Titanboden und grünem Zifferblatt. Weitere Zifferblattfarben sind Grau, Blau und Braun auf textilen oder ledernen Bändern. Die Gehäusehöhe beträgt ebenfalls rund 12,7 mm.

Die 36-mm-Version mit einem weißen Perlmutt-Zifferblatt auf Milanese-Edelstahlband stellt die kompakteste Variante der Kollektion dar. Ihr Lug-to-Lug-Maß liegt bei 44,5 mm. Sie arbeitet mit dem Kaliber L529 statt dem L888.6, bietet entsprechend 45 statt 72 Stunden Gangreserve und verzichtet auf die COSC-Zertifizierung.

Zusammengefasst unterscheiden sich die drei Größen vor allem hinsichtlich Tragepräsenz, Werk und Ausstattungsvielfalt. Das 39-mm-Modell bietet die größte Farbauswahl und das modernste Gesamtpaket, das 42-mm-Modell die breiteste Materialauswahl einschließlich Bronze und PVD, und die 36-mm-Version eine elegantere, schlankere Interpretation des Grundkonzepts.

Kauf- und Entscheidungshilfe

Die Legend Diver eignet sich grundsätzlich als Taucheruhr für den Freizeit- und ambitionierten Sporttaucher. Die 30 bar Wasserdichtigkeit der 39-mm- und 42-mm-Modelle reichen für die meisten Tauchszenarien aus. Die innenliegende Lünette bietet gegenüber konventionellen Konstruktionen den Vorteil der geschützten Tauchzeitanzeige, bedeutet aber auch, dass die Lünette nur bei aufgeschraubter Krone verstellt werden kann – unter Wasser ist eine Nachjustierung also nicht möglich.

Wer die Uhr vorrangig als Alltagsuhr mit Taucheruhren-Charakter tragen möchte, findet im 39-mm-Modell die vielseitigste Variante. Das moderate Lug-to-Lug-Maß von 47 mm und die Bandbreite von 20 mm machen es auch an schmaleren Handgelenken tragbar, während die 72 Stunden Gangreserve und die hohe Magnetfeldresistenz den Alltagskomfort erhöhen.

Das 42-mm-Modell empfiehlt sich für Träger mit größerem Handgelenk oder für diejenigen, die bewusst die Nähe zum historischen Original suchen. Die Bronzeversion spricht dabei gezielt Liebhaber von Uhren an, die sich durch Gebrauch verändern und mit der Zeit eine eigene Oberfläche entwickeln.

Die 36-mm-Version ist eine Möglichkeit für alle, die eine kompaktere Taucheruhr mit eher elegantem Charakter suchen, sollten aber berücksichtigen, dass das verbaute Kaliber L529 eine kürzere Gangreserve und keine COSC-Zertifizierung mitbringt.

Wer eine Taucheruhr mit klassischer außen liegender Drehlünette bevorzugt, die sich auch unter Wasser schnell nachjustieren lässt, findet innerhalb des Longines-Sortiments mit der HydroConquest eine Alternative mit anderem konstruktivem Ansatz.

Beratung und Service bei ALTHERR

Die Longines Legend Diver ist bei ALTHERR an den Standorten in Berlin, Köln und Hannover erhältlich. Wenn du die verschiedenen Gehäusegrößen direkt am Handgelenk vergleichen oder dich zu den einzelnen Ausführungen beraten lassen möchtest, kannst du dich an jedes der drei Geschäfte wenden. Alle drei Standorte werden von Kunden durchgehend positiv bewertet – Berlin und Hannover mit jeweils 5,0 bei Google, Köln mit 4,8.

Solltest du nicht in der Umgebung unserer Filialen wohnen kannst du unsere Beratung auch per E-Mail, Telefon und WhatsApp beanspruchen. Zusätzlich bieten dir unser YouTube-Kanal und unser Magazin professionell erstellte Inhalte zur Selbstrecherche.

Mechanische und automatische Longines-Uhren, die ab dem 01.01.2021 gekauft wurden, profitieren von einer erweiterten Herstellergarantie über fünf Jahre. Für Quarzuhren, Armbänder sowie nach einer offiziellen Wartung oder Reparatur gilt eine Garantie von zwei Jahren. Bei Fragen zur Garantieabwicklung, zur Verfügbarkeit bestimmter Referenzen oder zur Bestellung einer konkreten Ausführung kannst du dich direkt an das ALTHERR-Team wenden.